Alabama Hills

31.08.2013

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An der Südspitze der Sierra Navada locken uns bunte Felsformationen in prächtigen Rot- und Orangetönen vom Highway 14. Dass wir die richtige Ausfahrt erst verpassen und die nächste Ausfahrt meilenweit entfernt liegt, ist nicht weiter schlimm, denn in Amerika kann man ja (an dafür vorgesehenen Stellen) auf dem Highway wenden. Wer nicht wie wir daran vorbeirast, wäre übrigens links über die Gegenfahrbahn abgebogen. Echt abgefahren!

[110] Benannt nach einem deutschen Goldschürfer, der die Felsformationen benannte und die ersten Touristen anlockte: Hagen Canyon. [111]

Entstanden sind die beeindruckenden Gebilde vor zehn Millionen Jahren, als die ganze Gegend noch von Wasser bedeckt war. Zeit und Druck pressten abgetragene Sedimente der damaligen Sierra Mountains zu mehrschichtigen Steinen. Durch Plattenverschiebung gewann der gwaltige See an Höhe und trocknete schließlich aus. Die Rotfärbung kommt vom hohen Eisengehalt einiger Schichten.

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Schon beim Aussteigen fragen wir uns, ob unsere Ohren bis zur Sonnencreme im Kofferraum ohne Sonnenbrand davon kommen. Die Klimaanlage im Auto hat die drückende Hitze gut kaschiert. Statt den Abdruck eines Homer Simpson wie gestern im Yosemite NP schwitzt Bene eine T-Shirtform in Größe L (also Originalgröße).

[117] [94] Erinnert irgendwie an die Balkons des Monument Valley View Hotel

In Inyokern füllen wir Cora (so ist das Auto getauft worden) nochmal richtig ab, bevor es morgen ins Death Valley geht. Wirklich groß ist ihr Magen nicht, alle zwei Tage müssen wir sie füttern. Trotzdem muss man sie für ihren Durchschnittsverbrauch von 6.41l/100km bei diese Tage dauerhaft eingeschalteter Klimaanlage loben. Ob die dicken SUVs der üblichen Autovermietungen auch so sparsam sind, ist zu bezweifeln.

[115] Je nördlicher wir auf US-365 kommen, umso mehr Grünpflanzen säumen die Umgebung.

Bei den Donaldstuben in Ridgecrest legen wir einen Zwischenstopp ein, um die Kühltruhe mit frischen Eiswürfeln aufzufüllen. Direkt neben der Eingangstür und trotzdem leicht zu übersehen klebt ein Warnhinweis, dass Produkte, die in diesem Laden verkauft werden, krebserregende, Geburtenfehler oder Impotenz hervorrufende Substanzen enthalten. Letztendlich wirkt der Hinweis eher belustigend als abschreckend.

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Mitunter wegen der Nähe zum Death Valley ist das Städtchen Lone Pine am Rand der Sierra Nevada beliebt bei Touristen. Direkt hinter dem belebten Ort liegt eine Gebirgsregion, die gerne als Kulisse für Westernfilme verwendet wird. Auch Szenen aus Gladiator und Iron Man sind hier in den Alabama Hills gedreht worden.

[92] [113] Mobius Arch [93]

Leider verschwindet die Sonne frühzeitig vor Sonnenuntergang hinter den Bergen. Kurz überlegen wir am nächsten Morgen wiederzukommen, entscheiden uns aber schließlich, die Reise ins Tal des Todes ohne weitere Umwege fortzusetzen.
Auch nachdem sich das Sonnenlicht verflüchtigt hat, sind die Alabama Hills auf jeden Fall noch sehenswert und avancieren zu Benes Favorit der bisherigen Reisestationen. Lisa bevorzugt dagegen die grünen Wälder des Yosemite National Parks.

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Brigitte
02.09.2013
einfach nur beneidenswert. Habt noch eine wundervolle Zeit.
Achim
06.09.2013
Donaldstuben!! rofl