Santa Monica

13.09.2013

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Die Bürger von Los Angeles werden nicht nur (fast) 365 Tage im Jahr mit Sonnenschein verwöhnt, sie haben auch einen wunderschönen Strand am pazifischen Ozean vor der Haustür. Ein Teil dessen gehört zu Santa Monica, das nördlich von Venice und südlich von Malibu liegt. Santa Monica zählt als eigenständige Stadt und verfügt über eine eigene Polizei und Verwaltung. Im Gegensatz zu Los Angeles dürfen Fußgänger hier die Straße nur an Ampeln oder Fußgängerüberwegen überqueren.

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Als Wahrzeichen von Santa Monica gilt der Santa Monica Pier, auf dem ein kleiner Vergnügungspark mit Achterbahn, Schiffschaukel und allerlei Buden lockt. Zudem endet die Route 66 auf dem Pier.
Im vorderstem Gebäude ist ein großes Karussel untergebracht. Wer sich fragt, was das überdachte Karussel da macht, der kann in "Das Netz" mit Sandra Bullock nachschauen. Vielleicht sind die potenziellen Kunden durch die Schießerei-Szene am Karussel im Film abgeschreckt, denn gut besucht ist das Fahrgeschäft nicht.

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Den Pier bekommt man auch in Forrest Gump zu sehen, als Forrest seinen Dauerlauf von West nach Ost beginnt. Heute steht ein Bubba Gump Shrimp Restaurant neben Forrests Wendepunkt.

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Der Strand hält wirklich ein, was wir uns vorgestellt haben. Links befindet sich der in fernem Nebel verschwindende Pazifische Ozean. Einige Mutige wagen sich ohne Neoprenanzug ins kühle Wasser. Dann folgt ein breiter, sauberer Sandstreifen mit dem Meer zugewandten Hochsitzen für die Lifeguards und Beachvolleyballfeldern, ein zweispuriger Fahrradweg, ein Fußweg und eine Häuserreihe, entweder mit Ziegeldächern wie in der Toskana oder in ausgefallenerem, einzigartigen Stil. Dahinter verläuft der bekannte Pacific Coast Highway. Die Stadt liegt auf einer Anhöhe, deren Vorderseite zum Meer ein langgezogener Park mit Palmen ziert. Die moderne Residenz von Tony Stark (Iron Man) würde prima ins Bild passen. Diese überblickt allerdings einige Meilen weiter nördlich den Ozean vor Malibu.

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Wie schon in San Francisco mieten wir uns ein Tandem und cruisen damit den viel befahrenen Fahrradweg entlang. Das Fahrrad hat zwei ungewöhnlich nach oben gebogene Lenkstangen wie ein BMX-Rad und extrem breite Sattel. Abgesehen von ein paar Rennräder sieht so das gängige Modell hier aus. Richtig auf Touren kommt man bei den sandigen Kurven sowieso nicht.

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An vielen Stellen gibt es Zebrastreifen über den Fahrradweg und wir fragen uns, ob Fußgänger nach oben erwähntem Gesetz den Radweg ausschließlich an diesen Markierungen überqueren dürfen.

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Noch bevor Bene Lisa überreden kann, eine Szene aus Baywatch nachzuspielen, was übrigens an diesem Strand gedreht wurde, müssen wir Santa Monica und Los Angeles verlassen. San Diego ruft.

Die Reise mit dem Greyhound Bus kostet $24 pro Person (Hin- und Rückfahrt). Die Greyhound Station an der 7th Street ist nicht wirklich gut zu erreichen. Lediglich eine Buslinie, die nur frühmorgens und spätabends eingesetzt wird, bringt die Passagiere mit Koffer direkt zum Busbahnhof.

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Obwohl wir die Tickets bereits im Internet gekauft haben, gilt bei der Platzwahl First-come-first-serve. Ist der Bus voll, muss man eben den nächsten nach Fahrplan nehmen. Damit bekommen wir aber kein Problem.

Schwieriger gestaltet sich die Sache mit dem Koffergewicht. Zelt, Isomatte und Kühlbox haben wir bereits an einen glücklichen Penner verschenkt.
Nachdem wir Jacke und Pulli übergezogen und das Handgepäck um Schlafsack, Puddingpulver und Schuhe erweitert haben, pendeln die Koffer geradeso um die 50lbs-Grenze. Die Aufpreise für Übergewicht und zusätzliche Taschen fallen relativ günstig im Vergleich zum Flugzeug aus, jedoch ist die Check-In-Maschine beim Wiegen penibler. Mit der Wassermelone in der Kapuze können wir uns ohne Aufpreis in den Bus retten.

Netterweise ist der Greyhound Reisebus nicht so mega klimatisiert wie die Linienbusse, und auch die fehlende Eismaschine und abwesenden Getränkehalter vermisst keiner. Die Sitze sind etwas breiter, ansonsten sieht der deutsche Reisebus kaum anders aus.

Nach einer ruhigen Fahrt erreichen wir nach 2,5h die letzten Station unserer Reise: San Diego.

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