Coronado Beach

16.09.2013

Inmitten des Balboa Parks befindet sich das Museum of Man. Mit Ausstellungen über verschiedene amerikanische Kulturen, das alte Ägypten und die Evolution wird ein sehr vielseitiges Programm angeboten. Lisa beschließt dieses zu nutzen, während sich Bene auf zur Tour durch den Petco Park macht.

Das Museum of Man beginnt mit einer temporäre Sonderausstellung über Folter. Neben Erklärungsversuchen für das amerikanische Handeln im Irak ist es eine kleine Nachbildung des Rothenburger Rechtsmuseums.
Nach den grausigen Darstellungen geht's erstmal wieder zu den schöneren Dingen des Lebens. Die Dauerausstellung befasst sich damit, wie verschiedene Kulturen dem Erwachsenwerden enttegentreten. Wann ist ein Mensch kein Kind mehr, was muss er können, wie alt soll er sein? Überall findet sich eine andere Antwort. Die Firmung in der katholischen Kirche, die jüdische Bar Mitzwa, aber auch indianische, asiatische und südamerikanische Bräuche werden dargestellt.
Besonders interessant sind die symboltragenden Gewänder, die diesen hohen Anlass schmücken.
Ein paar Schritte weiter befindet sich der Eingang zu den nachgebildeten Maya Säulen. Auch die Indianer haben gleich daneben ihr Lager aufgeschlagen.

Erstaunlich ist, dass das Museum of Man der erste von uns gefundene Ort ist, an dem der amerikanischen Frühgeschichte, also vor europäischer Entdeckung, wirklich große Beachtung geschenkt wird. Umso interessanter ist es, auch hier einen Einblick in die Kultur zu erhaschen.

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Der Petco Park ist das Zuhause des San Diego Padres Baseballteams, wird allerdings auch für alles andere gegen entsprechendes Kleingeld vermietet. Offensichtlich nehmen die Sponsoren der amerikanische Baseballliga noch mehr Geld in die Hand als die des deutschen Fußballs. Die Allianz Arena kann gegen den 2004 eröffneten Petco Park vielleicht geradeso mithalten.
Der zweitklassigen Gummibärenbande aus dem Nürnberger Umland sei zum Trost gesagt, dass auch der Name dieses Stadions mit einem Tierladen als Sponsor keinen dafür rühmlichen Ruf hat.

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46 000 Zuschauer finden um das Spielfeld herum Platz. Ein Sitz hinter der mit Netzen abgesichtern Box, wo der Pitcher normalerweise den Ball in den kalifornischen Himmel befördert, ist für $53.000 die Saison zu haben. Miteingeschlossen in diesem Betrag sind Catering und Getränke. Angesichts der Einzelstückpreise für Getränke sollten sich Vielfraße den Erwerb einer dieser gepolsterten Sitze ernsthaft überlegen.

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In den Katakomben führt die Tour vorbei an den Schiedsrichterumkleiden, deren Titel bemerkenswerterweise ebenfalls in Blindenschrift auf dem Schild eingraviert ist, ins Clubhouse der Gastmannschaft. Mit Ledercouch und -stühlen, Fitnessraum, verschiedenen Whirlpools und Pitcher-Court mit Ballmaschine zum Aufwärmen wird die Umkleidekabine ihrem hochwertigen Titel gerecht.

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Zusammen treffen wir wieder am Horton Plaza in einem seltsam asymmetrisch gebauten Einkaufszentrum, bevor wir den Bus zum Coronado Beach nehmen. Auf diese Weise kommen wir tatsächlich noch über die Coronado Bridge, auf der es wirklich keinen Fußweg gibt. Der Blick von dort auf San Diego ist erstklassig.

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In Coronado reiht sich ein prunkvolles Haus an das andere. In der Mitte der Halbinsel befindet sich eins von zwei Hauptquartieren des US Navy Seals. Ab und zu sieht man Hubschrauber dort landen oder Kerle mit kurzgeschorenen Haaren in Uniform aus dem Bus aussteigen.

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Bekannt für das Städtchen ist das Hotel del Coronado, ein weiß angestrichenes Haus am Strand mit kegelförmigem Dach. Es hat als Schauplatz für den Film Some Like It Hot mit Marylin Monroe gedient.
Am Strand genießen wir bei einer leckeren Cinnamon Role die letzten kalifornischen Sonnenstrahlen.

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Andrea
17.09.2013
Wow, der 23. Blog-Eintrag! Einer kommt noch, vermute ich. Wobei Ihr doch gerade in der Luft seid! Guten Flug!
die Alex...
18.09.2013
Liebe Lisa, lieber Bene!
Vielen Dank, dass wir an eurer tollen Reise fast mit dabei sein durften. Es hat sehr viel Spaß gemacht den Blog zu verfolgen und die Fotos zu bestaunen.
Gute Heimreise!
Steffen
18.09.2013
Moin! Willkommen zurueck im regnerischen Deutschland.
Schade, dass es Euch in Tijuana nicht besser gefallen hat. Wir waren in einem ziemlich guten Restaurant mit sehr aufmerksamen Service und gutem authentischem mexikanischen Essen, was nicht teuer war:
Link zu Google Maps:
http://goo.gl/maps/F3MhE
Und es gibt in Tijuana sehr reiche und sehr arme Gegenden, aber das gilt ja fuer alle grossen Staedte wie Los Angeles, Rom oder Berlin.
Natuerlich ist es anders als die USA, aber das waere ja auch langweilig sonst :-)
Und meine drei Favoriten sind noch immer:
1. San Francisco, 2. Yosemite NP, 3. Los Angeles/Orange County
Ueberall an diesen Orten gibt es auch nach Tagen noch neues zu entdecken.
Gruesse aus Dresden!