Grat Bessegen

27.08.2014

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Ein italienischer Camper unterhält seine Töchter damit, flache Steine auf der Wasseroberfläche springen zu lassen. Mit ungewöhnlicher Regelmäßigkeit schafft er es den Stein geschätzt 30 mal hüpfen zu lassen.

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Über die Sognefjelletstraße brechen wir nach unserer Gletschertour in Richtung Jotunheimen Nationalpark auf. Die enge Gebirgsstraße ist als historische Handelsroute gewachsen. Mehrere Jahrhunderte lang fand über diese Route ein reger Tausch von Salz und getrocknetem Fisch aus Westnorwegen gegen Eisen und andere Güter aus Ostnorvegen statt.

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Uns gefällt die abendliche Stimmung auf dieser Route so gut, dass wir beschließen dort zu übernachten.

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Am nächsten Morgen beginnt unsere Fahrt durch den Jotunheimen Nationalpark. Er ist das Lieblingsgebirge der Norweger und beinhaltet drei der höchsten Gipfel Norwegens. Entlang der Gebirgsformation Hurrungane steht eine imposante, wie ein ausgeschnittenes Rechteck geformte Steinskulptur. Viele Reisebusse machen hier halt und Horden an Touristen schwärmen aus, um den Blick durch das Steinfenster abzulichten. Wir unterhalten sie einige Zeit mit unseren Posen.

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Am Nachmittag erreichen wir den Ausgangspunkt zur Wanderung über den Grat Bessegen. Getrennt durch das alpine Gebirge des Jotunheimen liegen hier der grün schimmernde See Gjende und und der blaue Bergsee Bessvatnet nur wenige Meter voneinander entfernt.

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See Bessetvatnet und Berge des Jotunheimen Nationalparks

Geplant war mit den Schiff bis Memurubu überzusetzen und von dort den Weg durch das Gebirge, entlang des Sees Gjende, zurückzulaufen. Die späten Abfahrtszeiten veranlassen uns schließlich dazu, direkt von unseren Ausgangspunkt Gjendesheim loszulaufen und darür auf halber Strecke wieder umzudrehen.

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Der Weg ist relativ steil, dafür erhält man schnell einen weiten Blick über das umgebende Gebirge. Immer wieder finden sich kleine aufgeschüttete Steibhaufen mit kreisrunder Wegführung darum. Sind dir Norweger wirklich so kreisverkehraffin, dass sie selbst beim Wandern nicht darauf verzichten möchten? Bene übt jedenfalls schonmal für den neuseeländischen Linksverkehr, als er den vermeintlichen Kreisverkehr falsch herum durchläuft.

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Kurz nach den Gipfel des Grat Bessegen taucht zu unserer rechten der Bergsee Bessevanet auf. Ein paar Meter tiefer schimmert der Gejende im sanften Grün. Nach einigen Fotos treffen wir auf Wanderer, die uns berichten, vor etwa vier Stunden aus Maurburu aufgebrochen zu sein. Wir beschließen, dass hier ein guter Punkt zum Umkehren ist, und machen uns auf den Rückweg.

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