Milford Sound

05.03.2015

Coach/Cruise/Coach oder Cruise & Kajak oder Flight/Cruise/Helicopter? Die Möglichkeiten (und deren Kombination) den Milford Sound zu entdecken, sind schier unendlich. Genauso nach oben unbegrenzt ist die Menge an Dollars, die man hier lassen kann. Sechs verschiedene Reedereien reißen sich um die Horden an Touristen, die sich den Abstecher von der Southern Scenic Route nicht entgehen lassen wollen. Der Anzahl an Flugunternehmen zufolge muss auch der halbstündige Überflug des weitestgehend unbegehbaren Fjordlands für $200 pro Person äußerst beliebt sein.

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Wir begnügen uns mit der self-guided Tour, fahren also die eineinhalb Stunden von Te Anau hinab zum Milford Sound/Piopiotahi. Zu beiden Seiten ist das Tal, durch das die Straße führt, von schroffen Felsen umgeben.

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Dann geht es durch einen langen einspurigen Tunnel hindurch. Eine Ampel gibt abwechselnd den Weg in beide Richtungen frei. Ab acht Uhr abends wird die Ampel jedoch abgeschaltet und man muss sich vorsichtig durch den Tunnel tasten in der Hoffnung keinem entgegenkommenden Bus oder Wohnmobil zu begegnen.

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Um viele Kurven schlängeln wir uns vorbei an den Gipfeln der Earl Mountains und den Darran Mountains weiter durch den Wald. Es gibt einige Parkplätze als Ausgangspunkt für Wanderwege. Weil es schon Nachmittag ist und wir uns um die Bewölkung unten am Mitre Peak sorgen, wollen wir erst bis zum Fähranleger hinabfahren und uns dort eine Wanderung suchen.

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Unten angekommen müssen wir feststellen, dass wir nicht in Norwegen sind, denn es gibt einfach keinen Wanderweg von hier. Dagegen können sich die norwegischen Fjorde mit dem typischen Blick auf den Mitre Peak messen. Neben dem Doubtful Sound ist der Milford Sound eine der berühmtesten Attraktionen der Südinsel.

Während wir auf den Sonnenuntergang warten, findet Lisa Gelegenheit den Aquarellmalkasten einzusetzen und den spektakulären Anblick mit dem Tobolsky-Kolinsky aufs Papier zu bannen.

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Über die Berghänge quetschen sich immer mehr böse Wolken in das Tal, bis der Flickenteppich der Schäfchenwolken vollständig gestopft ist. Dem Sonnenuntergang ist die Show gestohlen.

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Auch der Versuch Abendessen zu kochen scheitert an einer Plage, gegen die auch Autan machtlos ist: Sandflies. Die widerwärtigen Mücken schwirren überall, wo es Wasser, Regenwald oder Touristen gibt. Mit ihrer geringen Größe kriechen sie problemlos in Hosenbeine und saugen ungefähr zwei Minuten lange, bis sie satt sind. Übrig bleibt ein juckender roter Fleck. Die nervigen Blutsauger werden uns an der gesamten Westküste begleiten.

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