Silicon Valley

27.08.2013

In vielen Reiseberichten kann man lesen, wie gerne amerikanische Autovermietungen ein kostenloses Upgrade der vorgebuchten Choiceline gewähren. Tja, als Minderjährige sind wir schon froh, überhaupt einen Mietwagen anvertraut zu bekommen.
Bei Super Cheap Car haben wir einen Toyota Corolla um 10 Uhr reserviert. Das Büro öffnet um 9, und nachdem wir heute viel vorhaben, hoffen wir das Auto früher abholen zu können.

[55] Freeway zwischen Cupertino und Santa Cruz

Mit dem Caltrain fahren wir nach Millbrae. Die Wagen des Caltrain sind doppelgeschossig und es mangelt wirklich nicht an Platz. In der oberen Etage ist der Mittelgang ausgespart, sodass der Schaffner zur Fahrkartenkontrolle sein Lesegerät nach oben streckt und die Mitfahrer ihre Tickets scannen lässt. Insgesamt hinterlässt der Caltrain einem viel besseren Eindruck als die Bart, die Google Maps für den Weg zur Autovermiertung vorschlägt.

Eigentlich eine halbe Stunde nach Ladenöffnung stehen wir nun nahe dem Flughafen vor Super Cheap Car, aber leider ist die Tür verschlossen. Die ärgerliche Wartezeit wird genutzt, um die Corollas auf dem Parkplatz zu inspizieren. Ein beiges Modell entspricht dem Foto aus dem Internet, und wir sind sicher, dass es dieses in die Jahre gekommene Fahrzeug sein wird, das uns zum Grand Canyon transportieren soll (und natürlich wieder zurück). Oh Gott, der Wagen hat offensichtlich schon einiges mitgemacht.

Gerade als wir um 10 zum Telefon greifen wollen, schließt eine junge freundliche Amerikanerin die Tür des Büros auf. Sie sagt, dass sie viele Fahrer im Alter von 20 Jahren hatten, wenige mit 19. Der Papierkram ist schnell erledigt. Die Spannung steigt, als sie uns über den (hauptsächlich mit hünscheren Privatfahrzeugen gefüllten) Parkplatz zu unseren Auto führt. An dem mitgelittenen Toyota laufen wir zum Glück vorbei. Stattdessen überreicht sie uns die Schlüssel für eine rotes Modell, das außer ein paar Lackschäden einen sehr ordentlichen Eindruck macht (Foto folgt).

Allerdings kommen wir mit dem Verschließen und Entsperren der Türen nicht zurecht. Auf Nachfrage heißt es, dass man die Türen manuell sperrt. Für uns sieht es mehr nach einer defekten Zentralverriegelung aus. Sei's drum, unser Toyota fährt sich wirklich bequem.

[58] Stanford Campus

Die erste Herausforderung ist das Tanken. Gekonnt geben wir den Zip Code von San Francisco ein und stecken die Kreditkarte in das Gerät. Leider bleibt es unbeeindruckt und nach einer fünfminütigen Einweisung wissen wir jetzt, dass wir als Non-residentials zuvor im Laden bezahlen oder eine Kreditkarte hinterlegen müssen. Hier in der Nähe des Flughafen kostet eine Gallone Benzin übrigens $3.86 (ca. 1,02€/Liter). Mit vollem Tank geht es los in's Silicon Valley.

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Erster Halt ist die Stanford University in Palo Alto. Die Gründer von Google, YouTube, PayPal und HP haben allesamt hier studiert. Da das Semester erst am 23. September beginnt, ist es zur Zeit recht leer.

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Eine Palmallee führt direkt auf den Memorial Court und den Main Quad in der Mitte hin. Über den Dächern überblickt der begehbare Hoover Tower das komplette Gelände der renommierten Universität. An so klaren Tagen wie heute kann man von oben bis nach San Francisco sehen.

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Der Campus ist wirklich reizvoll - wären da nicht die Studiengebühren über (Achtung festhalten...) $58.000 pro Semester. Wer nach unserer Reise also noch mehr Berichte aus Kalifornien hören möchte, wir richten wir ein Spendenkonto ein ;-)

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Der Geburtsort des Silicon Valley. In dieser Garage haben William Hewlett und David Packard ihren ersten Oszillator fertig gestellt.
An der nächsten Kreuzung gelangt man auf die Straße, in der Steve Jobs mal gewohnt hat. Abgesehen von ein paar Apfelbäumen im Vorgarten kann man kaum etwas vom Haus erkennen. Eine Nachbarin mit Hund streitet ab, dass der Apple Gründer hier jemals gelebt hat.

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Der Preis für den buntesten Arbeitsplatz geht eindeutig an Google in Mountain View. Zumindest nach außenhin präsentiert sich das Unternehmen echt cool. Bene könnte da glatt arbeiten.

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An den Gebäuden stehen Fahrräder in den Google-Farben bereit und dürfen von jedermann genutzt werden (so sehen wir das zumindest).

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Nicht nur mit unseren zwei Android Telefonen machen wir den Donut lebendig.

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Zu jeder Android Version steht das Symbol in Mannsgröße auf der Wiese.

Am Infinite Loop von Apple hingegen gibt es leider nichts weiter als einen Retail Store, der schon geschlossen hat.

Im Walmart statten wir uns mit Kühlbox, Zelt und Isomatte für die nächsten Wochen aus. Morgen begeben wir uns auf den 17-Mile-Drive im hübschen Monterey.

[66] Sonnenuntergang in Santa Cruz

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Bene
28.08.2013
Leider kommt gerade das Update vom Yosemite NP, dass der Teil der Tioga Road zwischen Crane Flat und Yosemite Creek moegen mittag geschlossen wird. Damit können wir den Park nicht mehr wie geplant über den Tioga Pass verlassen. Die Eingänge zu unserem gebuchten Campingplatz und zum Valley sind weiterhin problemlos zugänglich. Morgen werden wir entscheiden, ob wir den Park trotzdem besichtigen oder uns stattdessen weiter am berühmten Highway 1 umschauen.
Bernie
28.08.2013
Euer Blog wird mir schon richtig zur täglichen Routine. Heute war ich zu ungeduldig und schon auf der Seite bevor der Text komplett und die Bilder geladen waren. Schön, so mit Euch unterwegs zu sein. Dass der Yosemite teilweise geschlosssen wird ist sehr schade. Aber die Sicherheit geht vor. Allezeit gute Fahrt im Toyota.
Annette
29.08.2013
Der Brand breitet sich leider weiter aus: https://maps.google.com/maps/ms?hl=en&ie=UTF8&oe=UTF8&msa=0&msid=208523333872813891131.0004c02beb4f2788337d0
Im AF gibt es auch noch Infos dazu.
Wieder einmal tolle Aufnahmen! Weiterhin eine schöne Zeit und passt auf euch auf! Hwy1 ist auch schön, ob mit oder ohne Nebel ;-)